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Tagebuch einer irrtümlichen Liebe 9. Tag: Der zweite Sonntag danach Etwas rausschwitzen. Jemanden in der Haut haben. Es ist kaum zu beschreiben, geschweige denn zu glauben, welche Mengen an Schweiß mein Körper zur Zeit in einer Nacht absondert. Wenn du es bist, die ich da ausschwitze, dann bist du verdammt tief in mir drin. Abgesehen von einem leisen Gefühl der Trauer geht es mir allerdings erstaunlich gut. Und diese Trauer ist bereits weniger konkret. Eher könnte man sie schon als metaphysische Trauer bezeichnen. Sie bezieht sich bereits nicht mehr auf dich. Sie ist allumfassend geworden. Ein Gefühl von Verlust, der längst nicht mehr an einer Person festzumachen ist. |
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Erste Ausgabe am 1. August 2002 - Zuletzt geändert am 28.02.2006 All Rights Reserved. © 2002 www.kurtzgeschichten.de |