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Tagebuch einer irrtümlichen Liebe 49. Tag Und dieses Mal spüre ich, dass wir uns niemals wiedersehen werden. Nicht, dass ich vermute, nichts mehr von dir zu hören. Nein ich weiß vielmehr, dass ich dich nicht mehr sehen will. Wozu auch? Um mich kurz an deiner Nähe zu erfreuen? Um meine Zuneigung abgeben zu dürfen als wäre dies eine Gnade? Nein, ich will keine Zeit mehr mit dir verbringen. Um keinen Preis. Nicht einmal dann, wenn du mir nun sagtest, dass du mich doch liebst. - Ich könnte dir nicht mehr glauben. Plötzlich empfinde ich mein Leben im Umbruch als viel lebens- und erstrebenswerter als dein festgefügtes, nach Stundenplan ewig gleich verlaufendes. Du hast so viel Potenzial in dir! Du bist so reich an Möglichkeiten! Aber doch so arm in deinem Unvermögen. Du steckst fest in einem Korsett engster Konventionen. So wie du mir einmal sagtest, ich hätte ja keine Ahnung, was für ein Spießer du seiest. Du hattest Recht. Ich hatte keine Ahnung. Ich wusste nicht einmal, dass es so etwas gibt. Heute erst beginne ich zu verstehen was du damals meintest. |
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Erste Ausgabe am 1. August 2002 - Zuletzt geändert am 28.02.2006 All Rights Reserved. © 2002 www.kurtzgeschichten.de |