|
|
|
|
Fragmente 8. August
Spinnweben Du hast mich bestohlen. Meine Gefühle geraubt. Wie ein Dieb hast du mit einem Trick mein Herz geplündert. Wie ich dich dafür hassen möchte! Und wie ich sie vermisse, diese Illusion, deine feige Maske sei echt. Diese Maske, die auf ewig in mein Denken gebrannt ist. Was ich tue wird stets von dieser leisen Melodie begleitet. So still und stetig, dass ich mir dessen kaum noch bewusst bin. Traurigkeit ist kein Zustand. Traurigkeit bildet die Grundlage des Seins. Genau wie das Glück. Beide existieren nebeneinander. Sie sind immer da. Man muss sie nur spüren, sagst du. Und ich glaube, ich weiß was du meinst. Wie eine Spinnwebe im Herbstwind, so treibt deine Liebe in die Ferne. Ich sehe ihr nach und spüre nur Trauer. Sie weht weiter. Irgendwo, einfach irgendwo wird sie dann wahllos landen. Schmerzen. Überall Schmerzen. Ich kann es nicht ändern, sagst du leise. Aber das weiß ich doch längst. Du hast mir nicht in die Augen gesehen. In Gedanken bist du dem ziellosen Flug deines Herzens längst gefolgt. Ich weiß es ja, dass du nun gehen musst. |
Fragmente: |
|
Vervielfältigung nur mit ausdrücklicher Genehmigung.
Alle Rechte an Texten und Bildern liegen bei den Autoren.
Erste Ausgabe am 1. August 2002 - Zuletzt geändert am 28.02.2006 All Rights Reserved. © 2002 www.kurtzgeschichten.de |