kurtzgeschichten.de Eva

Fragmente

Ich glaube

Wäre mein Leben besser verlaufen, wenn ich nie erfahren hätte, was Glück ist? Wie es sich anfühlt glücklich zu sein? Wie dieses Gefühl glücklich zu sein sich ganz tief im Herzen verankern kann und wie eine leise Melodie stets und immer präsent ist.

Und je stiller es wird in mir, desto schöner und klarer erklingt diese Melodie. Aber es ist zu Ende dieses Lied. Zu Ende.

Damit hatte ich nicht gerechnet. Das hatte ich nie für möglich gehalten.

Ich habe so viel hingenommen, mich mit so vielem auch abgefunden, auf so vieles verzichtet. Denn all dies war nichts im Vergleich zu dieser Musik des Herzens. Dieser unendlichen Gewissheit, zu lieben und geliebt zu werden. Egal wie viele Kilometer zwischen uns lagen, egal wie lange wir uns nicht sahen oder sprachen, egal wie heftig wir uns gerade gestritten hatten.

Diese Liebe war mein Glaubensbekenntnis. Die nicht in Frage gestellte und nicht in Frage zu stellende Grundlage all meines Seins, all meines Strebens, all meines Tuns und Handelns.

    Ich glaube an unsere Liebe
    an ihre Kraft
    in allen Zeiten
    und über alle Zeiten hinweg
    an ihre Reinheit
    und Wahrheit
    und Klarheit.
    Sie steht über allem
    über jedem Streit
    über jeder Träne
    über jeder Verlockung des Lebens.
    Sie wird immer währen
    bis in alle Ewigkeit
    wird den Tod überdauern
    deinen
    wie meinen
    solange wir glauben

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Erste Ausgabe am 1. August 2002 - Zuletzt geändert am 28.02.2006
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